Landkreis auf Blackout bisher unvorbereitet. - LKR Landkreis Harburg
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Landkreis auf Blackout bisher unvorbereitet.

Landkreis erkennt die Gefahr als „gegenwärtig“.

Auf die Anfrage der LKR-Kreistagsfraktion vom 04. Februar „Was passiert im Landkreis bei einem „Blackout?“ hat der Landkreis nun in einer ausführlichen Antwort ein differenziertes Bild der Vorbereitung geliefert.

Die Anfrage der LKR-Kreistagsfraktion erhält vor den Hintergrund der in den letzten Tagen durchgeführten Anschläge von Umweltterroristen auf Stromleitungen und Stromversorgungen (in Teilen Münchens fiel der Strom am letzten Wochenende nach einem Anschlag bis zu drei Tage aus) eine zusätzliche Dringlichkeit,  denn solche Attentate auf unsere Zivilisation können sich sehr schnell zu einem großflächigen Blackout ausweiten.

Aktuell kann der Landkreis zu den detaillierten Fragen der LKR-Kreistagsfraktion wenig konkrete Auskunft gewähren, da der Sonderplan KRITIS (Kritische Infrastruktur) – Stromausfall immer noch in Entstehung ist.

Positiv zu vermerken ist, dass der Landkreis nicht zu den Verharmlosern der Gefahren der Energiewende gehört, er rechnet auch ohne Terroranschläge in der Tat ganz konkret mit einem  längerfristigen und großflächigen Stromausfall.

Laut Auskunft des Landkreises fanden bereits 2012 und 2014 Katastrophenschutzübungen statt – mit leider unbekannter Erkenntnis. Die geplante KRITIS-Übung 2017 “Zappenduster” wurde leider abgesagt. Es stimmt nachdenklich, dass seit mittlerweile 7 Jahren der Ernstfall im Landkreis nicht geübt wurde – der großflächige Blackout noch nie.

Planung ausgelegt auf einen siebentägigen, großflächigen Stromausfall

Der Planungshorizont für einen großflächigen Blackout reicht bis zu einer Ausfalldauer von 7 Tagen. Leider sind – bis auf den Ausfall der Wasserversorgung – alle angefragten Punkte bisher ungeklärt und Bestandteil des zu erstellenden KRITIS Sonderplans. So ist die

  • Lebensmittelversorgung,
  • die Versorgung der Pflegeheime,
  • die Abwasserentsorgung
  • die Versorgung der vorhandenen Notstromaggregate für Katastrophenschutz, Krankenhäusern, Polizeistationen und Feuerwachen mit den notwendigen Kraftstoffen ebenfalls Bestandteil von KRITIS und folglich

bisher noch ungeklärt.

Kein Strom – kein Telefon

Was den wenigsten bekannt sein dürfte: Ein Stromausfall beinhaltet nicht nur den sofortigen Ausfall des Internets, er bedeutet auch den sofortigen Ausfall des Festnetztelefones, das heute nur noch als Internettelefonie betrieben wird. Das bekannte unabhängige Telefonnetz der Bundespost ist nicht mehr in Betrieb.

Mobilfunkmasten sind Akkugepuffert und schalten nach 12 Stunden ebenfalls ab. Ab dem Zeitpunkt fällt für die Bevölkerung jede elektrische oder elektronische Kommunikation aus.

Immerhin hält der Landkreis Trinkwassernotbrunnen und Fördergerätschaften vor, die Verteilung des Wassers ist hiervon leider unberührt.

Blackout im Winter

Die Naivität, mit der unsere Regierenden mit der Stromversorgung umgeht, ist nur noch als grob fahrlässig zu bezeichnen. Die Herangehensweise (keine Kernkraft ab 2022, Kohleausstieg vermutlich schon in neun Jahren, Gaskraftwerke sollen ebenfalls vermieden werden) fordert den Blackout geradezu heraus.

Hoffen wir, dass der erste nordeuropäische Blackout im Sommer stattfinden wird, denn Ihre Gas/Öl/Erdwärmeheizungen werden bei einem Blackout ebenfalls nicht mehr funktionieren. Falls Sie bis dahin Ihre “Feinstaubschleuder” (Kaminofen) ebenfalls abgeschafft haben sollten, wird es sehr ungemütlich.

Autor: Hans Jürgen Bletz
2 Kommentare
  • Bei einem Blackout würden auch Serviceleitstellen nicht mehr mit ihren Technikern telefonieren können, da das Satellitentelefon auch überlastet sein wird. Somit entfallen die Möglichkeiten, sich zum Hochfahren der Versorgung abstimmen zu können. Nach mir vorliegenden Informationen, gilt in der Warte der Spruch: „Mit jedem Tag, kommen wir dem Blackout einen Tag näher“.

    Mai 28, 2021

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