Was passiert im Landkreis bei einem „Blackout“? - LKR Landkreis Harburg
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Was passiert im Landkreis bei einem „Blackout“?

Mit der Abschaltung des Kohlekraftwerks Moorburg steht ein Eckpfeiler der Deckung des Grundlast-Strombedarfes sowie ein bedeutender Faktor der Stromnetzstabilisierung nicht mehr zur Verfügung.

Dieser Fakt bildet nach Überzeugung der LKR-Kreistagsfraktion angesichts der weiter gestiegenen Gefahren eines flächendeckenden „Blackouts“ erhöhte Anforderungen an den Katastrophenschutz im Landkreis Harburg.

“Erneuerbare“ Stromerzeugung ist keine zuverlässige Stromerzeugung.

Die gegebene Volatilität bei „erneuerbarer“ Stromerzeugung stellt mit jeder weiteren Abschaltung konventioneller Stromerzeuger eine größere Gefahr für die Stromversorgung dar, die Gefahr eines großflächigen Blackouts nimmt exponentiell zu.

So betrug am 09. Januar diesen Jahres die Deckungslücke zwischen der Stromerzeugung aller „Erneuerbaren“ (8 GW) und dem tatsächlichen Bedarf von 65 GW, die beträchtliche Deckungslücke von 57 GW d.h. alle „Erneuerbaren“ steuerten gerade einmal 12% der benötigten Strommenge bei.

Quelle: Agora Energiewende

Was passieren wird, wenn die fehlenden 57 GW nicht durch „konventionelle“ Kraftwerke abgedeckt würden, ist angesichts solcher nicht seltenen Szenarien leicht vorstellbar.

Ist der Landkreis Harburg auf den Blackout vorbereitet?

Die Fraktion der „Liberal-Konservativen Reformer-LKR“ im Landkreis Harburg fordert daher die für den Katastrophenschutz des Kreises zuständigen Stellen auf, über die Vorkehrungen sowie den Planungsstand der verantwortlichen Stellen dem Kreistag sowie der Bevölkerung Auskunft über den beabsichtigten Schutz in dem wahrscheinlicher gewordenen Fall eines „Blackouts“ zu geben.

Die LKR-Fraktion erbittet aussagekräftige Auskünfte zu folgenden Fragen:

  • Wie bewertet die Landkreisverwaltung gegenwärtig die Gefahr eines flächendeckenden Stromausfalls im Landkreis Harburg?
  • Gibt es einen kreisweiten Notfallplan?
  • Falls nicht: Was ist der Grund und ist eine Erstellung geplant?
  • Falls ja: Von wem ist dieser Plan einsehbar?
  • Unterstützt die Kreisverwaltung die Kommunen bei der Erstellung eines Notfallplanes?
  • Auf welcher angenommen Ausdehnung eines flächendeckenden Stromausfalls beruhen die Katastrophenpläne der verantwortlichen Stellen im Landkreis?
  • Mit welcher Dauer eines Stromausfalls rechnen die zuständigen Stellen bei ihrer Annahme zu einer relevanten Katastrophenvorsorge?
  • Gibt es variable Planungen für verschiedene Ausfalldauerszenarien und wie sehen diese im Detail aus?
  • Gibt es eine „Eskalationsstrategie“, eine Strategie, die flexibel auf eine immer weiter dauernde Zeitspanne zur Wiederherstellung einer verlässlichen Stromversorgung reagiert?
  • Welche Abstufungen einer Ausfalldauer werden angenommen und wie sehen im Detail die jeweiligen geplanten Maßnahmen aus?
  • Wie stellt der Landkreis bei einem mehrtägigen „Blackout“:
    • die Versorgung der Haushalte mit Trinkwasser,
    • die Versorgung mit Lebensmitteln (wie funktioniert ein Supermarkt nach Vorstellung der verantwortlichen Stellen ohne Strom),
    • die Versorgung der Telefonnetze mit der für Notrufe notwendigen Energie,
    • die Versorgung mit Kraftstoffen zur Erhaltung der Notstromversorgung von z.B. Krankenhäusern, Polizeistationen oder Feuerwachen,
    • die medikamentöse sowie ärztliche Versorgung,
    • die Abwasserentsorgung sicher?
  • Wie sind die Krankenhäuser und Pflegeheime im Landkreis Harburg auf einen Stromausfall vorbereitet? Für welchen Zeitraum ist eine (Not-)Stromversorgung in diesen Einrichtungen auch im Falle eines Stromausfalls durch welche Maßnahmen gesichert?
Autor: Hans Jürgen Bletz
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